Sie heissen «Solarmonteur/in EBA» und «Solarinstallateur/in EFZ»: Die beiden Berufslehren, die erstmals mit dem Schuljahr 2024/25 angeboten wurden, sind Teil einer Branche, die in den letzten Jahren ein grosses Wachstum erlebt hat – und die ihre Lernenden hoch hinausbringt.
Auf einem Haus im Berner Kirchenfeldquartier, in dem dieser Artikel getippt wird: Während die Angestellten im Bürogebäude auf den vier regengeschützten Etagen ihrer Arbeit nachgehen, wird im launischen Frühjahrswetter auf dem Dach ein Seitengerüst errichtet. Es soll jene schützen, die in den kommenden Wochen hier eine Fotovoltaikanlage installieren werden. Klar ist: Wer in der Solarbranche tätig ist, muss nicht nur schwindelfrei, sondern auch wetterfest sein. Das sind auch zwei Grundvoraussetzungen für «Solarmonteur/innen EBA» und «Solarinstallateur/innen EFZ», die für die Montage, Installation, Wartung und Reparation von Solaranlagen zuständig sind – zwei relativ neue Berufe.
Ausbildung «Solarmonteur/innen EBA»
Die Ausbildung «Solarmonteur/in EBA» dauert zwei Jahre, jene zu «Solarinstallateur/in EFZ» drei Jahre. Im Kanton Bern beinhaltet sie einen Tag Berufsschule pro Woche. Die überbetrieblichen Kurse zu Themen wie Sicherheit, Leitungsführung oder Inbetriebnahme finden in den Polybau-Bildungszentren Uzwil (SG) und Les Paccots (FR) statt, in Grenchen (SO) oder Lugano-Trevano (TI). Wer sich für eine entsprechende Ausbildung interessiert, sollte nicht nur schwindelfrei und wetterfest sein, sondern eine grosse Faszination für Technik, handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen.
Stefanie Christ
EDUCATION 2.26